GTG - System

Das GTG-System stellt ein Format für Veranstaltungen

und Großgruppenaktionen dar, das Dr. Müller bereits 1977 erfunden und praktiziert hat. Lange bevor die heute bekannten Formate entwickelt wurden.

Zeit

Plenum

Raum 2

Raum 3

Raum 4

Raum 5

10.00

Begrüßung, Organisation

10.30

Stammgruppe ROT

Stammgr. GRÜN

Stammgr. BLAU

Stammgr. GELB

Stammgr ORANGE

11.15

Vortrag 1

Vortrag 2

Workshop3

Workshop4

12.45

Mittagspause

14.00

Stammgruppe ROT

Stammgr. GRÜN

Stammgr. BLAU

Stammgr GELB

Stammgr. ORANGE

14.45

Vortrag 5

Vortrag 6

Workshop3

Workshop4

 

Das Schema zeigt eine Großveranstaltung mit jeweils 4 parallelen Vorträgen und Workshops.Von den ersten 4 werden in der zweiten Runde 2 wiederholt, zwei weitere kommen dazu. Es sind 5 Stammgruppen angesetzt, was für eine Tagung bis zu 100 Teilnehmern reicht. Anschliessend geht es in diesem Rhythmus weiter. Auch ein Plenarvortrag kann eingestreut sein.

 

Zielsetzung GTG
Vision des GTG-Konzepts (Ganzheitliches Tagen in Gruppen) ist eine aus Sicht des Teilnehmers intensive Veranstaltung bei der äußerst viel Information, Kennenlernen, Erfahrungsaustausch sowie eigene persönliche Verarbeitung und Auseinandersetzung mit dem Erlebten stattfindet. Dadurch entsteht in jedem Teilnehmer ein ganz persönlicher Bezug zur Veranstaltung. Somit werden auch die Ziele der Veranstalter besser erreicht.

 

Stammgruppenorganisation im GTG-Format
Kern der GTG ist die sog. Stammgruppe. Jeder Teilnehmer der Tagung wird in eine Stammgruppe mit maximal 20 Teilnehmern (besser weniger) integriert. Diese Stammgruppe trifft sich mehrmals während der Tagung zum Kennenlernen, Austausch, Bericht von Erlebnissen, Reflexion und ggf. auch direkten tagungsorientierten Arbeitsaufgaben. Je nach Tagungszweck liegt das Schwergewicht mehr oder weniger auf diesen Stammgruppen.

Aus der Stammgruppe heraus wechseln die Teilnehmer in größere oder kleinere Workshops oder Stoffpräsentationen bzw. Vorträgen. Auch diese sollen möglichst nur maximal 50 Teilnehmer umfassen, was sich durch die Zahl der parallelen Workshops etwas steuern läßt. Es ist besonders zu empfehlen, daß einige oder alle Workshops mehrfach (hintereinander) dargeboten werden. Durch diese Beschränkung ist die Möglichkeit zur Interaktion mit den Teilnehmern besser gegeben. Der Teilnehmer hat dann mehrfach die Möglichkeit, das selbst zu erleben, was ihn am meisten interessiert. Und Berichte von Teilnehmern in ihrer Stammgruppe sind intensiver, wenn danach die Möglichkeit besteht, diesen Workshop ebenfalls zu erleben. Zudem schaffen sie den emotionalen Bezug und bauen Spannung und Energie auf.

Zur Buchrezension des GTG-Systems beschrieben in Die erfolgreiche Tagung

 

Berichte in den Stammgruppen
In der Regel werden keine Berichte über die Workshops/ Parallelvorträge vor dem Plenum abgehalten. Diese werden in den jeweiligen Stammgruppen von den Teilnehmern selbst gemacht. Jeder berichtet, was er selbst erlebt hat. Dabei ergeben sich interessante Interaktionen und Berichte anderer, die anderes empfunden haben. Die Teilnehmer sagen immer wieder, daß sie diese Berichte als besonders fruchtbar empfunden haben. Da jeder Teilnehmer weiß, daß er seiner Stammgruppe berichten wird, ist seine Aufmerksamkeit im Workshop wiederum intensiver. Und durch das Aussprechen seiner Eindrücke erhöht sich die emotionale und intellektuelle Behaltenswirkung weiter.

 

Aufwand und Nutzen des GTG-Systems bei Veranstaltungen
Es gilt immer das Prinzip: weniger ist mehr. Das GTG-System kostet vordergründig mehr Zeit für die Stammgruppenaktivität. Wie verlockend ist es da, lieber noch einen Referenten mehr im Plenum einzusetzen oder den Workshops mehr Zeit zu geben. Aber die bisherigen Ausführungen sollten schon mehr bewußt gemacht haben, daß ein stimuliertes Gehirn einfach zu einem stärkeren Tagungserlebnis für die Teilnehmer führt. Und dies bedeutet: Stammgruppenarbeit macht die ganze Veranstaltung effektiver!

 

Innerbetriebliche Anwendung des GTG-Formats
Die GTG-Form ist gleichermaßen für innerbetriebliche Tagungen und offene Teilnehmerkreise von Bedeutung. Schließlich gibt es auch bei den innerbetrieblichen Tagungen, wenn sich Teilnehmer mehr kennen als völlig Fremde auf einer offenen Tagung, doch Kommunikationsbarrieren – oder etwa nicht? Die Auflockerung des Menschen für eigene kreative Beteiligung und Motivation durch die Stammgruppen ist bei innerbetrieblichen Veranstaltungen i.d.R. noch mehr gewünscht als bei offenen Veranstaltungen.

 

Mehr Informationen zum GTG-System und Großgruppen unter den Stichworten

Tagung Überblick

Instrumentiertes Gruppenlernen

Buch Wirkungsvolle Tagungen und Großgruppen

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