Mitarbeiterbeteiligung speziell

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Grundlagen Mitarbeiterbeteiligung

Bei Mitarbeiterbeteiligung handelt es sich um einen Weg zu höherer Produktivität, Innovation, Beschäftigung und Rentabilität für die Unternehmen und die ganze Volkswirtschaft. In einem Artikel des Stern vom Dezember 1999, direkt vor der Jahrtausendwende, wurde dieses Konzept der AGP e.V. (Arbeitsgemeinschaft für Partnerschaft in der Wirtschaft, Kassel) als richtungsweisend hervorgehoben. Dr. Müller ist seit 25 Jahren Mitglied der AGP.

Dabei handelt es sich um ein ganzheitliches Modell. Die Mitarbeiter sind finanziell am (Kapital und/oder Gewinn) Unternehmen beteiligt, meist ohne spezielle Mitbestimmungsrechte über ihren Arbeitsvertrag hinaus. Zudem ist diese materielle Beteiligung eingebunden in ein Konzept von Unternehmenskultur, die die Information und die Kommunikation transparenter macht, die Qualifikation verbessert und Mitarbeiter auch geistig zu Mitunternehmern macht (mehr Eigenverantwortung) u.s.w.

 

Vorteile der Mitarbeiter-Beteiligung

Verschiedene nationale und auch internationale Studien beweisen den Nutzen der Mitarbeiterbeteiligung. Es wird geschätzt, dass in Deutschland etwa 3 % aller Betriebe (ca. 66.000) eine materielle Beteiligung anbieten. Dabei zeigte sich:

  • eine höhere Bereitschaft zur Investition in firmenspezifisches Humankapital (Motivaton und Qualifikation)
  • eine höhere Bereitschaft zu technologischen, arbeitsplatzsparenden Veränderungen
  • die Mitarbeiter machen sich Gedanken über Verbesserungen des Arbeitsprozesses und bringen konkrete Vorschläge
  • eine größere Sorgfalt im Umgang mit Material oder beim Einsatz mit Maschinen
  • ein stärkeres Kostenbewusstsein
  • eine zunehmende Interessenidentität bei den Arbeitern und damit verbesserte Zusammenarbeit
  • eine sinkende Mitarbeiterfluktuation
  • ein Rückgang der Fehlzeiten
  • eine Verbesserung des Betriebsklimas
  • ein verbesserter Informationsfluss (horizontal und vertikal)

 

Mehrfaches WIN-WIN
Die Wertschöpfung und die Produktivität ist in Betrieben mit Beteilung signifikant höher. Die Betriebe mit Beteiligung gaben zu 39 % einen Anstieg der Beschäftigung (Neueinstellungen) bekannt, bei Unternehmen ohne Beteiligung waren es nur 11 %.

Dass das Ganze auch mit höheren Renditen einher geht,
ist jetzt nicht überraschend.


Insofern profitieren sowohl das Unternehmen (die Gesellschafter) als auch die Mitarbeiter. Es ist ein Win-Win-Modell.
Und dass darüber hinaus auch die Kunden von mehr Kundenorientierung und mehr Innovationen profitieren, ist sicher ebenfalls klar.

Also handelt es sich um ein 3-faches Win-Win-Win Modell - alle Stakeholder gewinnen dadurch. Auch die Gesellschaft als Ganzes bekommt mehr Auftrieb durch stetiges Wachstum und mehr Arbeitsplätze. 
 

Hindernisse für die Einführung

Wieso diese Partnerschaftliche Beteiligung nicht mehr genutzt bzw. umgesetzt wird? Nach unseren Erfahrungen spielen die folgenden hindernden Denkmuster eine Rolle:

  • Die Unternehmer selbst haben Vorbehalte vor Beteiligungen, weil sie von ihrem Persönlichkeitsprofil eher Einzelkämpfer und Macher sind.
  • Die immateriellen Bausteine erfordern ständige Arbeit, das Modell kann nicht auf Knopfdruck eingeführt werden.
  • In einem solchen Modell sind Unternehmer noch mehr Vorbild in ihrer Führung als ohnehin schon. Das ist anstrengend. Es ist mit viel Wertearbeit und der Stärkung der Unternehmenskultur verbunden.
  • Die erwähnten Studien haben gezeigt, dass die immaterielle Komponente mehr Einfluss auf den Erfolg hat als die materielle Beteiligung. Eine ganzheitliche Beteiligung ist ein lebendiger Organismus, ein never-ending-Prozess – der aber reiche Früchte bringen kann. – für Alle (Win-Win).

 

Persönliche Erfahrungen mit Mitarbeiter-Beteiligung

Vor 30 Jahren hat Dr. Müller in seiner alten Firma eine Mitarbeiter- Kapitalbeteiligung eingeführt. Heute haben 154 Mitarbeiter zusammen über 1 Mio Euro auf ihrem Konto, was 15 % des Eigenkapitals ausmacht. Ohne die Mitarbeiterbeteiligung wäre die Finanzierung um diesen Betrag schlechter, das Rating auch. Dr. Müller ist Mitglied der AGP e.V., die Sie in der Kooperationslinks finden.

 

Weitere Informationen zur Mitarbeiterbeteiligung unter den Stichworten
Mitarbeiterbeteiligung allgemein
Denkmuster
Wertearbeit
Rating
Stakeholder Value
Führung und Motivation

 

Literatur

Wagner, Klaus-R. (Hrsg), Mitarbeiterbeteiligung, Visionen für eine Gesellschaft von Teilhabern, Gabler Verlag Wiesbaden 2002
Umfassendes und facettenreiches Praktikerhandbuch mit den Perspektiven von Mitarbeitern und Politik. Die Hälfte des Buches stellt konkrete Untenehmensmodelle dar.
 
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