Work-Life-Balance PDF Print E-mail

Sicher kennen Sie die Bilder von afrikanischen Frauen die täglich mit einem Krug auf dem Kopf in perfekter Balance zum Brunnen gehen und das kostbare Nass holen. Sie verschütten nie etwas davon.

So ähnlich können Sie sich das mit Ihrer persönlichen Work-Life-Balance vorstellen: Sie gehen mit einem Tablett mit 4 Gläsern in den Ecken durch Ihr Leben. Das Tablett kann etwas wackeln, aber nicht zu viel. Sonst stürzt alles durcheinander bzw. vom Tablett herunter. Ihr ganzes Leben kommt dann ins Rutschen. Ab und zu gibt es auch ein Sturm um Sie herum – die Einflüsse von außen. Auch dann darf nichts passieren.

Die nachstehenden Felder für diese 4 Gläser sind nicht ganz identisch mit den Empfehlungen der bekannten Autoren im Work-Life-Bereich. Das liegt daran, dass der finanzielle Bereich dort fehlt. Üblicherweise ist der vierte Bereich dort der Sinn. Aber dieser liegt nach unserem Konzept auf einer anderen Ebene, die alles miteinander integriert und dem Lebens-Sinn, der Persönlichen Lebensvision entspricht.

 

Die Persönliche Lebensbalance – der Persönliche Lebenssinn

Fragen zur geistigen und körperlichen Gesundheit:
Wie ist die Energie, Gesundheit und Vitalität?
Welche Krankheiten und körperlichen Engpässe sind bekannt?
Wie ist das Gewicht?
Wie ist üblicherweise die Stimmung/Lebensfreude in % von Hundert?
Wie ist der Kontakt zu Kultur, Muße, Sport, Entspannung sowie Pflanzen und Tieren?
Hier können auch Fragen zur Ernährung, zur Bewegung und geistigen Nahrung auftauchen.

Fragen zu den Finanzen und zum Heim:
Einkommen und Zufriedenheit damit?
Wie ist das Vermögen, wie weit sichert es ab?
Was für Verbindlichkeiten bestehen?
Bestehen Versicherungen, welche?
Welche Vorsorge für die Zukunft (Leben, Tod) ist getroffen?
Wie wohnen Sie und wie ist die Lebensfreude inkl. Ordnung, Sauberkeit und Schönheit in Heim/Wohnung?



 

Fragen zu den Beziehungen:
Mit welchen Personen halten sie Kontakt oder würden Sie gerne Kontakt halten?
Welches sind davon die für Sie erfreulichsten Kontakte?
Wo und wie fühlen Sie sich anerkannt und/oder gebraucht?



 

Fragen zum Beruf:
Wie ist der Stresspegel darin?
Wie sind die (räumlichen) Arbeitsbedingungen und wie mobil müssen Sie sein?
Wie sind die zeitlichen Anforderungen?
Was ist genau ihre berufliche Aufgabe und wofür sind Sie verantwortlich?
Wie sind Sie zufrieden mit der Ausübung Ihres derzeitigen Berufs?

 

Frage: In welchem der vier Felder ist momentan der meiste Stress für Sie?

 

Dynamisches Gleichgewicht

Für eine gewisse Zeit kann ein Feld die Priorität bekommen. Das hängt dann vom Sinn auf der höheren Ebene ab. Es kann nur das ganze Leben nicht so einseitig laufen. Die obige Tabelle stellt die Fragen auf der (untersten) Ergebnisebene. Als nächstes ist zu prüfen, was Sie in diesen Feldern (zeitlich) aktiv machen. Das ist die Aktivitätenebene.

 

Weitere Informationen zur Work-Life-Balance unter den Stichworten

Persönliche Vision

Tipi-Modell (Ebenen und Felder)

Gesundheit und Beruf

Persönliches Wachstum

Selbstdisziplin

Basisfähigkeiten

Buch "Der Turnaround"

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Literatur

Müller Rudolf, Der Turnaround, Businessroman über persönlichen und unter-nehmerischen Wandel, Offenbach: GABAL-Verlag 2003
In diesem spannenden Buch wird in Romanform das Tipi-Modell der 8 Ebenen entwickelt. Zugleich zeigt es die Verbindung von Betriebswirtschaft und Psychologie auf.

Leider zur Zeit bereits vergriffen, Bestellung momentan nur über das Institut möglich.

Seiwert Lothar J., Das Bumerang Prinzip, Mehr Zeit fürs Glück, München: Gräfe und Unzer Verlag 2002

Ein wunderschön mit vielen passenden Fotos gestaltetes Buch vom Zeitplanexperten. Die Metapher des Bumerangs wird in vielfältiger Weise einbezogen: der Sinn der Rotation, die optimale Lebensbahn, das Zurückkommen, Auftrieb, Balance etc. Zentraler Angelpunk des Buches ist die Work-Life-Balance.

Seiwert, Lothar J., Tracy, Brian, Lifetime-Management, Mehr Lebensqualität durch Work-Life-Balance, GABAL Verlag Offenbach 2002

Vom deutschen Zeitplanpapst und dem bekannten amerikanischen Management-Trainer. Nach den 4 Lebensbereichen Arbeit, Körper, Kontakt und Sinn strukturiert mit jeweils einem Experteninterview zu diesem Feld quasi als Fallgeschichte.

 

 

 

 
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